Posttraumatische Belastungsstörungen/ EMDR



Ein Trauma ist eine besondere, bedrohliche Situation, bei der sich ein Kind hilflos ausgesetzt fühlt und die es mit den bisherigen Erfahrungen nicht bewältigen kann, das Selbst- und Weltbild ist dauerhaft erschüttert.

Zentrale positive Kognitionen geraten durch ein Trauma ins Wanken:

  • Ich bin sicher.
  • Ich werde geliebt.
  • Ich kann Menschen vertrauen.
  • Ich bin in Ordnung.
  • Die Welt ist kontrollierbar.
  • Ich kann meinem Urteil trauen.

Nach einem Trauma kann die ganze Bandbreite kinderpsychiatrischer Symptome auftreten. So können Kinder depressiv sein, hyperaktiv, aggressiv, schwer verunsichert, Selbstverletzungen können auftauchen, dissoziative Symptome.

Wichtig ist die Stabilisierung als erster Schritt, sicherheitsgebende Beziehungsangebote, die Möglichkeit zur Kontrolle der Abläufe, Übungen zur Distanzierung von Geschehenem und den Affekten, insbesondere um Abstand zu bekommen von Intrusionen und Flashbacks. Eine Traumabehandlung kann sich anschließen durch EMDR (Eye Movement Desensitization and Reprocessing-Therapy).

Bei der EMDR-Therapie wird der Patient mit Bildern, die ihn an das Trauma erinnern, konfrontiert. Es werden ruckartige Augenbewegungen beim Patienten induziert, ebenso reduziert man über die doppelte Fokussierung der Aufmerksamkeit die Dominanz der traumatischen Erinnerung. Dabei sinkt die traumatische Belastung. Ist ein niedriges Belastungs-Level erreicht, wird die Erinnerung des traumatischen Ereignisses an hilfreiche Kognitionen gekoppelt. EMDR ist somit eine effektive Therapieform zur Behandlung der posttraumatischen Belastungsstörungen.