Praxisschwerpunkte / -besonderheiten


Depressive Störungen


Grundsätzlich sind Depressionen im Kindes- und Jugendalter ebenso häufig wie bei Erwachsenen. Meistens treten sie zwischen dem 11.- u. 14. Lebensjahr auf, im frühen Kindesalter schwerer diagnostizierbar. Nach der Pubertät nehmen die Zahlen stark zu. Insgesamt werden psychogene und somatogene Depressionen bei Kindern und Jugendlichen relativ häufig angetroffen. Man muss natürlich unterscheiden zwischen Trauer und Depressionen; eine Trauer ist grundsätzlich motiviert, einfühlbar. Bei den Depressionen gibt es viele verschiedene Gründe.

So gibt es Stressdepressionen; von ihnen bedroht sind besonders vegetativ oder emotional labile und intellektuell überforderte Kinder und Jugendliche, besonders dann, wenn sie familiär zu Depressionen neigen.
Bei neurotischen Depressionen geht es um Störungen in der Konfliktverarbeitung; die psychodynamischen Wurzeln lassen sich regelmäßig bis in die frühe Kindheit zurückverfolgen.
Die Rolle somatisch bedingter Depressionen wird immer noch verkannt. Bei diesen Kindern finden sich oft gehäuft Konzentrationsstörungen und Teilleistungsschwächen, oft geht es um frühkindliche Hirnschädigungen.

Es gibt eine Fülle von Symptomen, die Hinweise bieten für eine depressive Störung; diese können natürlich auch bei anderen psychopathologischen Symptomen angetroffen werden.
Für die ersten Jahre stehen folgende Syptome:
Appetitsstörungen, Apathie, Schlaf-/ Wachrhythmusstörungen, Schüchternheit, Jaktationen, Unruhe, Aggitiertheit, genitale Manipulation, Spielhemmung, Wein- und Schreikrämpfe, Einnässen, Einkoten, leichte Erschöpfbarkeit.

Für Schulkinder kommen in Frage:
das stille Kind, die Überängstlichkeit, der nächtliche Schrecken, Lernhemmungen, Aggitiertheit, Konzentrationsschwäche, Spielhemung, Kontaktsucht, Gereiztheit, Unsicherheit, Ängste, Soziale Isolationsstörungen, Schulängste, Zwangssymptome.
Bei älteren Kindern geht es dann schon um:
Kopfschmerzen, Suizidversuche, Bedrücktheit, Dysphorie, Minderwertigkeitsgefühle, Stimmungsschwankungen, Außenseiter, Hypochondrie.

Antidepressiva können enorm helfen, sollten aber immer mit einer Verhaltenstherapie oder Psychotherapie gekoppelt sein.